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Digitaler Edeldruck

Gibt es in der klassischen Fotografie eine ganze Reihe von Verfahren, um besondere Fotos in besonderer Qualität oder auf besonders edlen Materialien auszugeben, so haftete den digitalen Fotodruck-Techniken oft noch der Ruf einer "Quick, cheap & dirty"-Methode an. Dies liegt zum einen an den plastikartigen Medien des Thermosublimationsdrucks, die einfach nicht so gut in der Hand liegen wie ein Fotopapier; zum anderen sorgt jedoch auch die Vergänglichkeit der farbenprächtigen Tintenstrahlausdrucke für Skepsis, die - wenn man sie dem Licht aussetzt - äußerst schnell erblassen können. Müssen also digital gedruckte Fotos der Schrecken aller Starfotografen, Fotokunst-Sammler und Museumsdirektoren sein? Keineswegs, denn auch in diesem Bereich gibt es Edeldruckverfahren, und dies schon wesentlich länger, als man annehmen möchte.

Bereits 1989, als neben nahezu allen Computern noch ratternde Schwarzweiß-Nadeldrucker eine Druckqualität deutlich unter der von guten Schreibmaschinen zu Papier brachten, sprühte an einigen wenigen Orten ein unförmiger Kasten winzige Tintentröpfchen auf große Bögen Büttenpapier. Der Kasten hieß Iris 3047, war ein hochkomplexer Trommel-Tintenstrahldrucker und hatte als Proofdrucker für die Druckvorstufe mit Fotografie und Kunst eigentlich nichts am Hut. Als jedoch die ersten Künstler die Resultate gewahr wurden, hoben sie einen lauten Lobgesang auf die Druckqualität an, der trotz der rasanten Fortschritte der Tintenstrahltechnik bis heute nicht verstummt ist. Das Modell Iris 3047 wurde zum Digital Fine Art Drucker geadelt, und wer immer sich auch zur Qualität der Drucke äußert, kommt aus den Superlativen nicht mehr heraus: Iris-Drucke sind nicht nur in der Lage, eine feinere Palette von Tönen wiederzugeben, sondern können außerdem auch interessantere Farben reproduzieren, begeistert sich auch der bekannte Fotograf und Macher der Digitalfoto-Website Zone Zero, Pedro Meyer, der als einer der ersten digitale Werkzeuge für Fine Art-Fotografie einsetzte.dies natürlich zusätzlich zu den Textur-Eigenschaften, die sich aus der Tatsache ergeben, daß nahezu jedes beliebige Papier verwenden kann. Neben Pedro Meyer bieten heute auch Fotografen wie Richard Avedon, Chuck Close, Olivia Parker oder William Wegman ihre Werke als Iris-Drucke an.

Die bestechende Qualität der Iris-Drucke rührt maßgeblich von der nahezu unvorstellbaren Winzigkeit der Iris-Komponenten her: Die Tintentröpfchen sind kleiner als rote Blutkörperchen, die Düsenöffnungen messen gerade einmal ein Viertel des Durchmessers eines menschlichen Haares. Bis zu einer Million Tröpfchen pro Sekunde werden pro Düse auf das Papier aufgesprüht, dringen in dessen Struktur ein und erzeugen so den einzigartigen Charakter der Iris-Drucke. Da es sich hierbei um ein Continuous Tone-Verfahren handelt, wird das Bild nicht - wie bei normalen Tintenstrahldruckern üblich - gerastert. Die vom menschlichen Auge empfundene Auflösung entspricht 1800 dpi, und die Drucke sind auch bei kürzestem Betrachtungsabstand derart gut, daß selbst Fachleute oft Mühe haben, den Druck vom Original-Artwork zu unterscheiden. Und um dem Ganzen auch sprachlich etwas mehr Glanz zu verleihen, kam die Bezeichnung Giclée (frz. 'das Gesprühte') Printing in Mode.

Wie immer man es auch nennen mag: Der Iris-Druck sind derzeit der unumstrittene, von allen Beteiligten des Kunstbetriebs akzeptierte Standard. ......

Kunst für die Ewigkeit?

Einer der Hauptkritikpunkte an normalen Tintenstrahlausdrucken war in der Vergangenheit deren begrenzte Haltbarkeit beziehungsweise die Tendenz zum Ausbleichen der Tinten. Mit diesem Problem waren auch die ersten Iris-Drucke behaftet, denn die anfangs verwendeten ID-Tinten (Industrial Design) begannen nach zwei bis drei Jahren zu verblassen - beim Sammeln älterer Iris-Prints ist also Vorsicht geboten

Mit neuesten Tinten jedoch hat sich die Lebensdauer der Iris-Drucke drastisch verlängert. Laut Untersuchungsergebnissen der Wilhelm Imaging Research Inc., der Autorität in Sachen Haltbarkeitsuntersuchungen schlechthin, wird die Zeitspanne bis zu den ersten Verblassungserscheinungen bei Verwendung bestimmter Tinten und Papiere nämlich auf 65 bis 75 Jahren prognostiziert. Bei Monochromdrucken mit der Iris Equipoise Black Ink kommt man sogar auf eine Lebensdauer von über 150 Jahren.

Der Popularität der Iris-Prints, die mittlerweile auch Galerien, Sammler und Museen erfaßt hat, erklärt sich durch drei Faktoren: aus der Druckqualität, der Vielzahl der bedruckbaren Materialien und der lange Haltbarkeit. Dabei empfiehlt sich die Technik keineswegs nur für digital fotografierte oder bearbeitete Bilder, sondern nachdrücklich auch für die Vervielfältigung klassischer Film-Vorlagen (die hierfür natürlich zunächst gescannt werden müssen).

Diavographie

Auch im Dienstleitungsbereich werden neue Fine Art-Methoden für den wachsenden Digital-Markt ersonnen. Die sogenannte Diavographie, die von dem Geo-Fotografen Heinz Teufel mitentwickelt wurde, ist ein digitales Fine Art-Druckverfahren, das Computer- und Digitaldrucktechnik mit dem traditionellen Flachdruck kombiniert. Dabei können auch hochwertige Lithographie- und Büttenpapiere verwendet werden.

Im ersten Schritt des Diavographie-Prozesses wird ein sogenannter Dataträger in einem speziellen digitalen Farbdrucker beschickt. Er nimmt dabei zu 100 Prozent hochlichtechte Farbpigmente auf und sorgt dafür, daß die Oberfläche farbintensiv, UV-stabil, kratzunempfindlich und resistent gegenüber Chemikalien wird. Der Digitaldrucker arbeitet bei der Vorlage für die Diavographie mit elektrostatischer Aufladung der Farbpartikel. Während normales Papier nur 75-80 Prozent des Toners aus den Maschinen aufnehmen kann, nimmt die Folie fast 100 Prozent auf. So können auch feinste Grauwerte auf die Folie übertragen werden, ohne daß ein typisches Druckraster ensteht. Gerade bei der Reproduktion alter Schwarzweiß-Fotos stellt sich so eine besondere Anmutung ein.

Im zweiten Schritt entsteht unter hoher Presskraft der Flachdruck - im Grunde eine klassische Drucktechnik, die allerdings direkt vom Dataträger druckt: ohne Raster und hochfein aufgelöst, laut Anbieter in Museumsqualität.

ArboulanArt bietet in diesem Bereich drei Verfahren an:

1,) InkJetPigmentdrucke als preiswerteste Alternative

2.) Iris Drucke im oberen Preisbereich

3.) Diavographien im mittleren Preissegment

Beispielbilder zur Inkjet / Pigment